Auf die Alb – über Heidenheim, das Eybtal und die Roggenmühlen
Heute ging es wieder einmal auf die Schwäbische Alb. Von Giengen aus starteten wir zu einer abwechslungsreichen Radtour, die uns zunächst entlang der Brenz, anschließend über die Albhochfläche und schließlich durch das idyllische Eybtal führte. Dabei warteten nicht nur einige knackige Anstiege, sondern auch interessante Sehenswürdigkeiten, schöne Landschaften und natürlich eine wohlverdiente Kuchenpause auf uns.
Von Giengen entlang der Brenz nach Heidenheim
Wir starteten in Giengen und folgten zunächst dem Brenzradweg flussaufwärts in Richtung Mergelstetten. Die Strecke entlang der Brenz ist gerade zu Beginn eine angenehme Möglichkeit, sich für die kommenden Höhenmeter warmzufahren.
In Mergelstetten verließen wir den Brenzradweg und machten einen Abstecher hinauf zum Heidenheimer Schlossberg. Unser erstes Ziel war die Voith-Arena, die Heimat des 1. FC Heidenheim 1846.
Die Voith-Arena liegt auf dem Schlossberg und ist mit einer Kapazität von 15.000 Zuschauern das höchstgelegene Stadion im deutschen Profifußball. Ursprünglich als Albstadion genutzt, wurde die Arena ab 2009 zu einem reinen Fußballstadion umgebaut. Heute liegt sie mitten im Grünen und grenzt sogar direkt an den Wildpark.
Nur wenige Meter entfernt befindet sich das Naturtheater Heidenheim. Die Freilichtbühne liegt idyllisch am Schlossberg mitten im Wald. Bereits 1924 wurde die Naturbühne mit einer Aufführung von „Wilhelm Tell“ eingeweiht. Bis heute finden hier regelmäßig Theateraufführungen unter freiem Himmel statt.
Natürlich durfte auch ein Blick auf das Schloss Hellenstein nicht fehlen. Hoch über Heidenheim gelegen, prägt das Schloss das Stadtbild. Die Ursprünge der Anlage reichen bis ins Mittelalter zurück. Das heutige Erscheinungsbild geht teilweise auf den Wiederaufbau nach einem Brand im 16. Jahrhundert zurück.
Nach diesem kurzen kulturellen Zwischenstopp hieß es aber wieder: aufsitzen und weiter!
Über den Stubental-Radweg auf die Alb
Nun folgten wir dem Stubental-Radweg in Richtung Söhnstetten. Der Weg führte stetig bergauf und wir merkten schnell, dass wir heute nicht nur gemütlich am Fluss entlangradeln würden.
Über Söhnstetten ging es weiter hinauf nach Böhmenkirch. Die Landschaft veränderte sich zunehmend. Die Täler blieben hinter uns und vor uns öffnete sich die typische Landschaft der Schwäbischen Alb mit ihren weiten Hochflächen und ausgedehnten Wäldern.
In Böhmenkirch trafen wir auf den Albtäler-Radweg.
Hinunter ins Eybtal
Jetzt konnten wir die zuvor gewonnenen Höhenmeter erst einmal wieder genießen. Auf dem Albtäler-Radweg ging es hinunter ins Eybtal.
Das Eybtal ist geprägt von bewaldeten Hängen, Wiesen und dem Lauf der Eyb. Besonders schön ist der Wechsel zwischen den engen Talabschnitten und den offenen Landschaften. Nach dem langen Anstieg war die Abfahrt natürlich ein besonders angenehmer Abschnitt unserer Tour.
Unterwegs kamen wir an der Mordlochhöhle vorbei.
Die Mordlochhöhle
Das Mordloch ist eine bekannte Karsterscheinung der Schwäbischen Alb. Wie bei vielen Höhlen und Karstformen der Region entstand die Höhle durch die lösende Wirkung des Wassers im Kalkgestein. Die Schwäbische Alb ist für ihre zahlreichen Höhlen, Quellen und unterirdischen Wasserläufe bekannt.
Ein interessanter Zwischenstopp – auch wenn der Name „Mordloch“ zunächst etwas unheimlich klingt.
Kuchenpause an der Oberen Roggenmühle
Nach den vielen Kilometern und Höhenmetern war es dann Zeit für eine Pause.
An der Oberen Roggenmühle legten wir eine längere Rast ein. Ein kühles Getränk und ein Stück Kuchen waren genau das Richtige, um die Energiespeicher wieder aufzufüllen.
Die Roggenmühlen liegen idyllisch im Eybtal und erinnern an die frühere Nutzung der Wasserkraft. Die Mühlen wurden vom Wasser der Eyb angetrieben und waren über Jahrhunderte wichtige Bestandteile der regionalen Landwirtschaft.
Nach der gemütlichen Pause hieß es allerdings wieder: Weiterfahren!
Von der Oberen zur Unteren Roggenmühle
Wir folgten weiter dem Tal und erreichten wenig später die Untere Roggenmühle.
Die beiden Roggenmühlen gehören zu den historischen Mühlenstandorten im Eybtal. Das Wasser der Eyb lieferte früher die notwendige Energie für den Betrieb der Mühlen. Heute sind sie vor allem ein schönes Zeugnis der Geschichte und prägen mit ihren Gebäuden und der Lage am Wasser das Landschaftsbild.
Von hier aus sollte es allerdings wieder deutlich anstrengender werden.
Wieder hinauf nach Steinenkirch
Nach der gemütlichen Pause im Tal wartete der nächste Anstieg auf uns.
Es ging nun steil bergauf nach Steinenkirch. Nach der langen Abfahrt ins Eybtal mussten wir also wieder einige Höhenmeter sammeln. Die E-Bikes waren dabei natürlich eine willkommene Unterstützung.
Von Steinenkirch ging es weiter nach Gussenstadt und anschließend in Richtung Gerstetten.
Die Rüblinger Heide
Bei Gerstetten bogen wir schließlich in Richtung Rüblinger Heide ab.
Dieser Abschnitt gehörte landschaftlich sicherlich zu den schönsten Teilen unserer heutigen Tour. Die Rüblinger Heide bietet weite, offene Flächen und immer wieder herrliche Ausblicke über die Schwäbische Alb.
Nach den vielen Wald- und Talabschnitten tat es gut, wieder so weit über die Landschaft schauen zu können. Hier konnten wir noch einmal richtig durchatmen und die Weite der Alb genießen.
Über Anhausen zurück nach Giengen
Von der Rüblinger Heide ging es schließlich wieder bergab nach Anhausen.
Jetzt waren die größten Anstrengungen geschafft und wir konnten die letzten Kilometer deutlich entspannter angehen. Über Herbrechtingen führte unser Weg zurück in Richtung Giengen.
Nach einer abwechslungsreichen Runde mit Brenztal, Heidenheimer Schlossberg, Albhochfläche, Eybtal, den Roggenmühlen und der Rüblinger Heide lagen viele schöne Eindrücke hinter uns.
Fazit
Eine richtig schöne Alb-Runde mit vielen unterschiedlichen Landschaften.
Die Tour hatte eigentlich alles zu bieten, was eine gute E-Bike-Tour ausmacht: gemütliche Wege entlang der Brenz, interessante Sehenswürdigkeiten, kräftige Anstiege, schöne Abfahrten, idyllische Täler und herrliche Ausblicke.
Besonders die Kombination aus Heidenheimer Schlossberg, Albtäler-Radweg, Eybtal und Rüblinger Heide hat uns gefallen.
Und natürlich gehört zu einer gelungenen Radtour auch eine ordentliche Pause dazu – Kuchen und ein kühles Getränk an der Oberen Roggenmühle waren dafür genau richtig.
Am Ende ging es über Anhausen und Herbrechtingen wieder zurück nach Giengen.
Maximale Höhe: 699 m
Minimale Höhe: 461 m
Gesamtanstieg: 685 m
Gesamtabstieg: -683 m

