Herbsttour zum Antholzer See – mit dem E-Bike durch das Antholzer Tal
Was für ein Herbsttag! Bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen starteten wir heute zu einer wunderschönen E-Bike-Tour von Olang zum Antholzer See. Die klare Herbstluft, die bunten Wälder und die beeindruckende Bergkulisse machten die Tour zu einem besonderen Erlebnis.
Start in Olang am Messnerwirt
Unser Ausgangspunkt war wieder der Messnerwirt in Olang. Von dort ging es zunächst auf dem Radweg oberhalb der Straße in Richtung Bruneck. Dabei hatten wir immer wieder den markanten Kornplatz von Bruneck im Blick.
Der Kornplatz in Bruneck
Der Kornplatz liegt mitten im historischen Zentrum von Bruneck und gehört zu den bekannten Plätzen der Stadt. Seinen Namen verdankt er seiner früheren Funktion als Handels- und Umschlagplatz für Getreide. Bruneck entwickelte sich bereits im Mittelalter zu einem wichtigen Handelsort im Pustertal. Heute bildet der Kornplatz zusammen mit der Stadtgasse einen beliebten Treffpunkt und ist von historischen Gebäuden und Geschäften geprägt.
Wir fuhren jedoch nicht bis ins Zentrum, sondern hielten uns weiter auf unserem Radweg und erreichten schließlich Niederolang, von wo aus wir in Richtung Antholzer Tal abbogen.
Durch Wald und Wiesen ins Antholzer Tal
Über Oberrasen näherten wir uns dem Eingang des Antholzer Tales. Hier entschieden wir uns, einmal vom offiziellen Radweg abzuweichen und durch den Wald zu fahren. Die Strecke führte uns durch eine wunderschöne Herbstlandschaft.
Zwischen den Bäumen blitzte immer wieder die Sonne hindurch und das bunte Laub sorgte für eine herrliche Stimmung. Eine willkommene Abwechslung zu den normalen Straßen- und Radwegabschnitten.
Bei der Mooshöhe war es dann allerdings vorbei mit dem gemütlichen Dahinrollen. Nun begann der eigentliche Anstieg zum Antholzer See.
Der lange Anstieg zum Antholzer See
Der Anstieg zog sich – und zog sich. 😄
Es ging über längere Zeit stetig bergauf, teilweise auch ziemlich steil. Trotz E-Bike-Unterstützung war dieser Abschnitt durchaus fordernd. Je höher wir kamen, desto beeindruckender wurde allerdings die Landschaft.
Die Wälder zeigten sich bereits in ihren schönsten Herbstfarben und immer wieder öffneten sich Ausblicke auf die umliegenden Berge.
Kurz vor dem See machten wir zunächst noch einen Abstecher zum Biathlonzentrum Antholz.
Biathlonzentrum Antholz
Antholz ist weit über Südtirol hinaus für den Biathlonsport bekannt. Das Biathlonzentrum liegt auf rund 1.600 Metern Höhe und gehört zu den bedeutendsten Biathlonanlagen der Welt.
Hier finden regelmäßig internationale Wettkämpfe statt, darunter auch Weltcup-Veranstaltungen. Die Anlage verfügt über ein Stadion, Schießstände und die anspruchsvolle Langlaufstrecke durch das Antholzer Tal.
Besonders beeindruckend ist die Lage der Anlage: Rundherum ragen die Berge der Rieserfernergruppe empor. Man kann sich gut vorstellen, welche Herausforderung die Athleten bei einem Wettkampf auf diesen Strecken bewältigen müssen.
Nach unserem kurzen Stopp ging es weiter – und schon kurze Zeit später lag er vor uns:
Der Antholzer See.
Der Antholzer See – ein echtes Naturjuwel
Der Antholzer See liegt auf etwa 1.640 Metern Höhe und ist mit einer Fläche von rund 44 Hektar einer der größten natürlichen Seen Südtirols. Er befindet sich am Ende des Antholzer Tales und wird von einer beeindruckenden Bergwelt umgeben.
Der See ist vor allem für seine außergewöhnlich schöne Lage bekannt. Das klare Wasser, die umliegenden Wälder und die hohen Gipfel ergeben gemeinsam ein beeindruckendes Landschaftsbild.
Im Herbst zeigt sich der See von einer ganz besonderen Seite. Die bunten Bäume spiegeln sich im Wasser und die tiefstehende Sonne sorgt für fantastische Farben.
Wir wollten natürlich nicht nur kurz am See vorbeischauen. Deshalb fuhren wir noch ein Stück am Ufer entlang und schließlich auf die gegenüberliegende Seite.
Herbstfarben am Antholzer See
Hier bot sich uns ein grandioser Blick über den See.
Immer wieder hieß es: Anhalten, Foto machen und einfach genießen.
Die Kombination aus tiefblauem Himmel, türkisfarbenem Wasser, goldgelben und roten Herbstfarben und der beeindruckenden Bergkulisse war einfach traumhaft.
Wir nahmen uns deshalb ausgiebig Zeit für eine Pause. Bei solchen Landschaften muss man nicht ständig weiterfahren. Manchmal ist es viel schöner, einfach das E-Bike abzustellen, die Aussicht zu genießen und die Eindrücke auf sich wirken zu lassen.
Natürlich entstanden dabei auch jede Menge Fotos, die diesen wunderschönen Herbsttag festhalten werden.
Zurück ins Antholzer Tal
Irgendwann hieß es dann aber wieder: Aufsteigen und zurück.
Zunächst mussten wir den gesamten Anstieg, den wir uns zuvor mühsam hinaufgearbeitet hatten, wieder hinunterfahren. Das ging natürlich deutlich schneller als der Hinweg.
Kurz nach Antholz Niedertal entdeckten wir noch einen kleinen, aber sehr schön angelegten See. Auch hier legten wir einen kurzen Stopp ein und genossen noch einmal die ruhige Landschaft.
Anschließend folgten wir wieder dem offiziellen Radweg durch das Antholzer Tal in Richtung Niederrasen.
Durch das Antholzer Tal nach Niederrasen
Das Antholzer Tal ist eines der Seitentäler des Pustertals und erstreckt sich von Niederrasen bis hinauf zum Antholzer See. Es wird von einer eindrucksvollen Bergwelt umgeben und ist vor allem durch seine ursprüngliche Natur, die ausgedehnten Wälder und die zahlreichen Almen geprägt.
Das Tal gehört zum Naturpark Rieserferner-Ahrn und bietet eine beeindruckende Mischung aus Berglandschaft, Wäldern und kleinen Ortschaften.
Nach dem anstrengenden Anstieg am Vormittag konnten wir die Rückfahrt durch das Tal nun entspannt genießen. Die Strecke führte überwiegend leicht bergab und machte richtig Spaß.
Abschluss in Olang
Von Niederrasen war es schließlich nicht mehr weit zurück nach Olang.
Nach der langen Tour hatten wir uns allerdings noch eine kleine Belohnung verdient. In Olang machten wir deshalb noch einen gemütlichen Halt zu einem Eiskaffee.
Bei schönem Herbstwetter draußen sitzen, einen Kaffee und ein Eis genießen und dabei den gelungenen Tourentag Revue passieren lassen – besser hätte der Abschluss kaum sein können.
Danach ging es die letzten Meter zurück zum Messnerwirt, wo wir unsere Fahrräder abstellten.
Fazit
Die heutige Tour zum Antholzer See war eine wunderschöne Herbsttour mit allem, was eine E-Bike-Tour in Südtirol zu bieten hat: schöne Radwege, Waldstrecken, ein langer und anspruchsvoller Anstieg, beeindruckende Berge, das bekannte Biathlonzentrum und natürlich den traumhaften Antholzer See.
Besonders im Herbst lohnt sich die Fahrt zum See. Die bunten Wälder und das klare Licht lassen die Landschaft noch einmal ganz anders erscheinen.
Maximale Höhe: 1658 m
Minimale Höhe: 981 m
Gesamtanstieg: 860 m
Gesamtabstieg: -876 m

