Ruhige Abschlusstour von Innichen über Niederdorf und Welsberg nach Olang
Nach den anstrengenden Touren der vergangenen Tage ließen wir es heute etwas ruhiger angehen. Für unsere letzte Radtour in Südtirol wollten wir es gemütlich angehen lassen und gleichzeitig noch einmal einige schöne Orte im Pustertal kennenlernen.
Mit dem Zug nach Innichen
Am Morgen packten wir unsere Fahrräder und fuhren mit dem Zug von Olang nach Innichen. Das ist eine ideale Möglichkeit, im Pustertal eine Radtour an einem anderen Ausgangspunkt zu beginnen und sich gleichzeitig einige Höhenmeter zu sparen.
Die Fahrkarte für uns war in unserer Gästepass enthalten. Für jedes Fahrrad musste allerdings eine eigene Tageskarte gelöst werden. Diese kostet aktuell 7,50 Euro pro Fahrrad.
In Innichen angekommen, konnten wir dann direkt mit der gemütlichen Tour beginnen.
Zur Drauquelle
Zunächst ging es über einen schönen Schotterweg am Waldrand entlang in Richtung Drauquelle. Die Drau entspringt am Toblacher Feld, östlich von Toblach, und ist hier zunächst noch ein kleines Rinnsal. Von ihrem Ursprung aus fließt sie durch Osttirol und Kärnten weiter nach Slowenien und Kroatien, bevor sie schließlich über die Donau mit dem Schwarzen Meer verbunden ist.
An der Drauquelle befindet sich ein hölzerner Brunnen mit Informationstafeln. Ein schöner und zugleich symbolischer Startpunkt für unsere heutige Radtour.
Hier beginnt auch der Drauradweg, einer der bekannten Fernradwege der Region. Der Weg führt von Toblach beziehungsweise dem Toblacher Feld zunächst durch das Pustertal nach Lienz und anschließend weiter durch Kärnten bis nach Slowenien. Der gesamte Drauradweg ist rund 510 Kilometer lang.
Für uns war heute allerdings nicht die große Fernradreise angesagt. Wir blieben im Pustertal und folgten dem Radweg in Richtung Niederdorf.
Niederdorf – ein kurzer Blick in die Kirche
Weiter ging es gemütlich durch das Pustertal nach Niederdorf. Dort legten wir einen kurzen Stopp ein und schauten uns die Pfarrkirche zum heiligen Stephanus an.
Die heutige spätbarocke Kirche wurde zwischen 1792 und 1796 erbaut. Besonders sehenswert sind das Altarbild von Martin Knoller sowie die Fresken und die kunstvollen Ausstattungsstücke im Inneren. Neben der Kirche befindet sich außerdem eine gotische Doppelkapelle aus dem 15. Jahrhundert mit Toten- und Annakapelle.
Nach unserem kurzen kulturellen Zwischenstopp schwangen wir uns wieder auf die Fahrräder.
Kaffee und Kuchen in Welsberg
Unser nächstes Ziel war Welsberg. Die Strecke verlief weiterhin entspannt durch das Pustertal und bot immer wieder schöne Ausblicke auf die umliegende Bergwelt.
In Welsberg war dann Zeit für eine gemütliche Pause. Bei Kaffee und Kuchen ließen wir die bisherigen Kilometer noch einmal Revue passieren. Nach den teilweise anspruchsvollen Touren der vergangenen Tage war diese entspannte Einkehr genau das Richtige.
Vorbei am Olanger Stausee
Gut gestärkt ging es weiter in Richtung Olang. Dabei kamen wir wieder am Olanger Stausee vorbei.
Der auch als Welsberger Stausee bezeichnete See staut die Rienz und wurde Ende der 1950er-Jahre zur Energiegewinnung angelegt. Der rund 44 Hektar große Stausee fasst etwa 4,8 Millionen Kubikmeter Wasser und ist Bestandteil des Wasserkraftsystems Bruneck-Olang.
Heute ist der See nicht nur für die Energiegewinnung interessant. Auch Wanderer und Radfahrer schätzen die schöne Landschaft rund um das Gewässer. Der Pustertaler Radweg führt direkt am See vorbei.
Niederrasen und ein Stück Südtirol zum Mitnehmen
Vom Stausee fuhren wir weiter nach Niederrasen, dem ersten größeren Ort am Eingang des Antholzer Tales. Niederrasen liegt auf etwas über 1.000 Metern Höhe und gehört zur Gemeinde Rasen-Antholz. Im Ort befindet sich unter anderem die bereits im Mittelalter erwähnte Pfarrkirche zum heiligen Johannes dem Täufer.
Für uns gab es hier noch einen ganz besonderen Zwischenstopp: Bei der Metzgerei Steiner deckten wir uns mit gutem Südtiroler Speck ein. Die Feinkosterei Steiner in Niederrasen bietet Fleisch- und Wurstspezialitäten sowie weitere regionale Produkte an und legt besonderen Wert auf den direkten Kontakt zu den Kunden.
Natürlich durfte der Speck nicht fehlen – schließlich wollten wir ein kleines Stück Südtirol mit nach Hause nehmen.
Das letzte Stück nach Olang
Nun war es nicht mehr weit. Wir setzten uns noch einmal auf die Fahrräder und fuhren das letzte Stück zurück nach Olang.
Damit ging eine weitere schöne Tour und gleichzeitig unsere letzte Radtour dieses Südtirol-Aufenthalts zu Ende. Nach den vielen anspruchsvollen Bergtouren der vergangenen Tage war diese ruhige Abschlusstour genau das Richtige: schöne Landschaft, interessante Orte, eine gemütliche Kaffeepause und zum Abschluss noch ein Stück Südtiroler Speck im Gepäck.
Maximale Höhe: 1216 m
Minimale Höhe: 996 m
Gesamtanstieg: 229 m
Gesamtabstieg: -342 m

