Mit dem Rad ins Fischleintal – die Sextner Dolomiten zeigen sich
Heute stand eine besonders schöne Tour durch die Dolomiten auf unserem Programm. Unser Ziel war das Fischleintal bei Sexten, eingebettet in die beeindruckende Bergwelt der Sextner Dolomiten.
Mit dem Zug nach Innichen
Am Morgen ließen wir es zunächst gemütlich angehen und nahmen von Olang den Zug nach Innichen. Praktisch für Urlauber: Die Fahrt mit der Bahn ist bei uns in der Kurtaxe enthalten. Auch das Fahrrad lässt sich problemlos mitnehmen. Für das Bike kostet das Tagesticket 7,50 Euro.
In Innichen angekommen, stiegen wir aufs Rad und machten uns auf den Weg in Richtung Sexten. Die Strecke führte zunächst stetig bergauf. Dabei folgten wir teilweise dem Sextner Bach, der uns durch das Tal begleitete.
Durch Sexten hinauf in die Dolomiten
In Sexten verließen wir die asphaltierte Strecke und fuhren weiter auf einem Schotterweg hinauf in Richtung Talschlusshütte. Je höher wir kamen, desto eindrucksvoller wurde die Landschaft.
Unser Ziel war die Talschlusshütte im Fischleintal, die auf rund 1.548 Metern Höhe am Ende des Tales liegt. Das Fischleintal gehört zu den landschaftlich besonders reizvollen Tälern der Sextner Dolomiten und ist Ausgangspunkt für zahlreiche Wanderungen in die umliegende Bergwelt.
Die Sextner Dolomiten
Die Sextner Dolomiten gehören zu den bekanntesten Landschaften der Dolomiten und sind Teil des UNESCO-Welterbes. Besonders berühmt sind die markanten Gipfel und Felsformationen rund um die Drei Zinnen.
Die Berge bestehen überwiegend aus hellem Dolomitgestein und bieten durch ihre bizarren Formen ein unverwechselbares Panorama. Gerade das Fischleintal gilt als einer der schönsten Zugänge zu dieser beeindruckenden Bergwelt.
Leider zeigte sich die Natur heute zunächst von ihrer zurückhaltenden Seite: Die Berge waren weitgehend im Nebel verschwunden. Von der großartigen Kulisse war zunächst kaum etwas zu sehen.
Warten, das sich gelohnt hat
Wir beschlossen deshalb, nicht gleich wieder umzukehren, sondern eine längere Pause einzulegen. Und unser Warten wurde tatsächlich belohnt.
Nach und nach begann sich der Nebel zu lichten. Zuerst kamen einzelne Felswände zum Vorschein, dann wurden immer mehr Gipfel sichtbar. Schließlich öffnete sich die gesamte Bergkulisse vor uns.
Was für ein Anblick!
Die mächtigen Dolomiten standen plötzlich in voller Pracht vor uns. Der vorher noch dichte Nebel hatte die Berge regelrecht verhüllt – und nun konnten wir beobachten, wie sich die Landschaft langsam wieder öffnete. Für diesen Moment hatte sich das Warten auf jeden Fall gelohnt.
Wir nutzten die Gelegenheit für eine ausgedehnte Pause und genossen die beeindruckende Aussicht.
Bergab nach Innichen und weiter nach Toblach
Nach der langen Pause hieß es schließlich wieder aufs Rad. Jetzt ging es zunächst bergab zurück nach Innichen. Von dort setzten wir unsere Tour in Richtung Toblach fort.
In Toblach machten wir einen Zwischenstopp am Grand Hotel, dem heutigen Kulturzentrum Grand Hotel.
Das historische Gebäude wurde Ende des 19. Jahrhunderts als Grandhotel errichtet und erinnert an die Zeit, als Toblach zu einem beliebten Urlaubsort des europäischen Adels und des gehobenen Bürgertums wurde. Das imposante Gebäude gehört heute zu den markanten historischen Bauwerken des Ortes und wird unter anderem für kulturelle Veranstaltungen genutzt.
Weiter zum Toblacher See
Anschließend radelten wir weiter zum Toblacher See.
Der See liegt auf etwa 1.176 Metern Höhe und befindet sich am Eingang zum Höhlensteintal. Er ist von einer beeindruckenden Berglandschaft umgeben und gehört zu den bekanntesten Seen der Region. Besonders reizvoll ist die Kombination aus dem klaren Wasser, den bewaldeten Hängen und den hohen Dolomitengipfeln im Hintergrund.
Das inzwischen schöne Wetter lud geradezu zu einer weiteren Trinkpause ein. Wir ließen uns etwas Zeit und genossen die Atmosphäre am See.
Auf dem Pustertalradweg zurück nach Olang
Für den letzten Abschnitt unserer Tour mussten wir kaum noch Höhenmeter bewältigen. Vom Toblacher See ging es überwiegend bergab und wir folgten dem Pustertalradweg in Richtung Olang.
Nach den vielen Eindrücken des Tages war dieser letzte Abschnitt besonders angenehm. Wir konnten die Räder laufen lassen und die Landschaft des Pustertals genießen.
Schließlich erreichten wir wieder Olang und unsere Unterkunft beim Messnerwirt.
Eine abwechslungsreiche Radtour ging damit zu Ende: Zugfahrt nach Innichen, stetiger Anstieg durch Sexten, das beeindruckende Fischleintal, die zunächst im Nebel verborgenen Sextner Dolomiten, der Toblacher See und anschließend eine entspannte Abfahrt zurück nach Olang.
Maximale Höhe: 1527 m
Minimale Höhe: 1063 m
Gesamtanstieg: 537 m
Gesamtabstieg: -625 m

