Herbsttour zum Pragser Wildsee – von Olang in die Bergwelt Südtirols
Nach der Anreise mit dem Auto über den Fernpass und den Brenner erreichten wir unser Ziel in Südtirol: Olang. Für unseren Aufenthalt hatten wir uns den Messnerwirt als Unterkunft ausgesucht.
Das Wetter zeigte sich von seiner schönsten Herbstseite – blauer Himmel, angenehme Temperaturen und eine klare Sicht auf die umliegenden Berge. Da wollten wir natürlich nicht lange überlegen, sondern das schöne Wetter für eine kleine Tour nutzen. Unser Ziel war der berühmte Pragser Wildsee.
Von Olang in Richtung Pragser Wildsee
Wir starteten direkt am Messnerwirt in Olang und machten uns auf den Weg in Richtung Pragser Wildsee. Schon kurz nach dem Start kamen wir am Olanger Stausee vorbei.
Der Stausee liegt am Fuß der umliegenden Dolomiten und ist ein wichtiger Bestandteil der Wasserkraftnutzung in der Region. Gleichzeitig fügt er sich mit seiner Lage zwischen den Bergen sehr schön in die Landschaft ein. Besonders im Herbst entstehen hier tolle Ausblicke, wenn sich die Berge und die herbstlich gefärbten Wälder im Wasser spiegeln.
An diesem Tag fiel uns allerdings auch auf, dass der Wasserstand deutlich niedriger war als erwartet. Die trockenen Monate hatten ihre Spuren hinterlassen.
Durch das Pustertal nach Schmieden
Von Olang ging es weiter in Richtung Welsberg und anschließend nach Schmieden. Je näher wir unserem Ziel kamen, desto mehr veränderte sich die Landschaft.
Die Straße führte nun stetig bergauf. Die letzten Kilometer zum Pragser Wildsee hatten es durchaus in sich. Teilweise ging es steil bergauf über Schotterstrecken, sodass wir kräftig in die Pedale treten mussten.
Aber genau solche Abschnitte machen eine Tour für uns interessant: Man muss sich den schönen Ausblick eben manchmal erst erarbeiten.
Der Pragser Wildsee – ein beeindruckendes Naturerlebnis
Dann war es endlich geschafft: Vor uns lag der Pragser Wildsee.
Der See gehört zu den bekanntesten Naturzielen Südtirols und liegt auf rund 1.500 Metern Höhe inmitten der imposanten Bergwelt der Dolomiten. Besonders beeindruckend ist die Lage des Sees, der von steilen Felswänden und bewaldeten Berghängen umgeben ist.
Wir nahmen uns Zeit, diesen besonderen Ort einfach auf uns wirken zu lassen. Das klare Herbstwetter sorgte für eine hervorragende Fernsicht und die umliegenden Berge boten eine beeindruckende Kulisse.
Der Pragser Wildsee ist für seine türkis- bis smaragdgrüne Farbe bekannt. Besonders bei ruhigem Wetter spiegeln sich die umliegenden Berge im Wasser und sorgen für die typischen Postkartenmotive.
Allerdings bemerkten auch wir, dass der See zu diesem Zeitpunkt ungewöhnlich wenig Wasser führte. Die deutlich sichtbaren Bereiche am Ufer machten die Auswirkungen der trockenen Wetterperiode sichtbar.
Trotzdem blieb der Anblick beeindruckend. Die Kombination aus See, Bergen und dem schönen Herbstwetter machte den Aufenthalt zu einem besonderen Erlebnis.
Rückweg mit einer letzten Steigung
Nach unserer Pause am Pragser Wildsee machten wir uns wieder auf den Rückweg.
Nun konnten wir zunächst die Abfahrt genießen. Was auf dem Hinweg mühsam bergauf ging, wurde jetzt zu einer angenehmen Abfahrt. Nach den Anstrengungen des Aufstiegs war das eine willkommene Abwechslung.
Kurz vor unserem Ziel entschieden wir uns allerdings noch für eine kleine zusätzliche Schleife. Statt direkt nach Olang zurückzufahren, nahmen wir noch die Strecke oberhalb des Olanger Stausees.
Damit wartete zum Abschluss noch einmal ein Anstieg auf uns. Aber auch dieser zusätzliche Höhenmeter hatte seinen Reiz, denn von oben boten sich schöne Ausblicke auf den Stausee und die umliegende Berglandschaft.
Ein schöner Herbsttag in Südtirol
Am Ende kamen wir wieder am Messnerwirt in Olang an. Hinter uns lag eine zwar kurze, aber abwechslungsreiche Tour mit einigen kräftigen Anstiegen, Schotterpassagen und einem außergewöhnlichen Ziel.
Besonders der Pragser Wildsee bleibt uns von diesem Tag in Erinnerung. Auch wenn der niedrige Wasserstand nicht zu übersehen war, beeindruckte uns die einzigartige Lage des Sees mitten in der Bergwelt.
Für uns war es ein gelungener Einstieg in unseren Aufenthalt in Südtirol – und wieder einmal ein Beweis dafür, dass man einen schönen Herbsttag einfach nutzen muss, wenn sich die Gelegenheit bietet.
Maximale Höhe: 1503 m
Minimale Höhe: 1063 m
Gesamtanstieg: 637 m
Gesamtabstieg: -624 m

