Mit dem E-Bike nach Hohenschwangau – Schlösser, Seen und Alpenblicke im Allgäu
Wieder einmal zog es uns mit den E-Bikes ins Allgäu. Dieses Mal hatten wir uns eine besonders abwechslungsreiche Tour vorgenommen: von Nesselwang über Pfronten und Vils nach Hohenschwangau und zurück durch die herrliche Landschaft rund um die Allgäuer Seen.
Ausgangspunkt unserer Tour war der Park & Ride-Parkplatz in Nesselwang direkt an der A7. Von hier aus starteten wir auf der Schlossparkrunde Allgäu in Richtung Süden.
Durch Kappel und Röfleuten nach Pfronten
Zunächst führte unsere Strecke über Kappel und Röfleuten in Richtung Pfronten. Schon auf diesem ersten Abschnitt zeigte sich das Allgäu von seiner schönsten Seite. Immer wieder öffneten sich herrliche Ausblicke auf die umliegenden Berge und die markanten Gipfel der Allgäuer Alpen.
In Pfronten erreichten wir die Vils, die uns auf unserer weiteren Fahrt noch ein gutes Stück begleiten sollte.
Die Vils
Die Vils ist ein rund 37 Kilometer langer Fluss, der in Tirol entspringt und durch das Tannheimer Tal sowie das Gebiet um Vils und Pfronten fließt. Bei Füssen mündet sie schließlich in den Lech.
Der Fluss prägt mit seinen grünen Uferbereichen und dem klaren Wasser die Landschaft zwischen Pfronten und Vils. Für Radfahrer ist der Verlauf besonders reizvoll, weil sich hier Flusslandschaft und Bergpanorama miteinander verbinden.
Auf der Burgen- und Schlösserrunde nach Österreich
Von Pfronten aus ging es weiter auf der Burgen- und Schlösserrunde in Richtung Steinach. Schon der Name der Route machte neugierig auf das, was noch vor uns lag.
Kurz hinter Steinach überquerten wir die Grenze nach Österreich. Die Grenze ist heute kaum noch wahrnehmbar – und so wechselten wir ganz selbstverständlich vom Allgäu nach Tirol.
Weiter ging es entlang der Vils. Schließlich erreichten wir den österreichischen Ort Vils, der idyllisch zwischen den Bergen liegt.
Von dort folgten wir zunächst ein Stück dem Ranzentalradweg. Die Strecke führte uns bergab und brachte uns schließlich zum Lechradweg.
Entlang des Lechs zum Fürstenweg
Den Lechradweg befuhren wir allerdings nur ein kurzes Stück. Bei Unterpinswang verließen wir den Radweg und bogen in den Fürstenweg ein.
Jetzt wurde es noch einmal etwas sportlicher. Ein kleiner, teilweise schottriger Anstieg schlängelte sich durch die Landschaft hinauf zum Grenzübergang nach Deutschland.
Die Anstrengung sollte sich aber schnell lohnen.
Denn nachdem wir wieder deutschen Boden erreicht hatten, folgten wir weiter der Fürstenstraße – und schon bald öffnete sich vor uns ein beeindruckendes Panorama.
Der Alpsee und die Königsschlösser
Vor uns lag der Alpsee in seiner ganzen Pracht. Dahinter erhoben sich die Berge und darüber thronte das weltberühmte Schloss Hohenschwangau. Nur wenige Kilometer entfernt war auch das Märchenschloss Neuschwanstein zu sehen.
Ein Moment, bei dem man einfach einmal stehen bleiben und die Aussicht genießen muss.
Schloss Hohenschwangau
Schloss Hohenschwangau war die Kindheitsresidenz von König Ludwig II. Sein Vater, König Maximilian II. von Bayern, ließ die mittelalterliche Burg im 19. Jahrhundert im neugotischen Stil umbauen.
Ludwig II. verbrachte hier einen großen Teil seiner Kindheit und Jugend. Von Hohenschwangau aus kann man auch gut erkennen, warum die Landschaft rund um Füssen die bayerischen Könige so faszinierte.
Schloss Neuschwanstein
Nur wenige Kilometer entfernt erhebt sich Schloss Neuschwanstein, das wohl bekannteste Schloss Deutschlands.
König Ludwig II. ließ das Schloss ab 1869 als persönliche Rückzugsburg errichten. Obwohl es mittelalterlich wirkt, entstand es im 19. Jahrhundert. Ludwig II. verwirklichte hier seine romantische Vorstellung einer mittelalterlichen Ritterburg.
Heute gehört Neuschwanstein zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Deutschlands und zieht Besucher aus aller Welt an.
Rast in der Käsealm in Schwangau
Von diesem beeindruckenden Panorama ging es weiter nach Schwangau. Nach den ersten Kilometern und den Anstiegen war nun eine Rast angesagt.
Wir kehrten in der Käsealm ein und stärkten uns für die zweite Hälfte unserer Tour.
Eine solche Einkehr gehört für uns einfach zu einer gelungenen E-Bike-Tour dazu – besonders wenn man dabei die Eindrücke der vergangenen Kilometer noch einmal Revue passieren lassen kann.
Bannwaldsee und Forggensee
Nach der Rast schwangen wir uns wieder auf die Räder. Unsere Strecke führte uns zunächst am Bannwaldsee vorbei.
Der Bannwaldsee liegt nördlich von Schwangau und ist von Wiesen, Wäldern und den Bergen der Ammergauer und Allgäuer Alpen umgeben. Besonders schön ist der Blick über den See in Richtung Alpen.
Danach machten wir einen größeren Bogen und erreichten den Forggensee.
Der Forggensee
Der Forggensee ist der größte Stausee Bayerns. Er entstand durch die Aufstauung des Lechs und dient unter anderem dem Hochwasserschutz und der Stromerzeugung.
Im Sommer präsentiert sich der See als beliebtes Freizeit- und Erholungsgebiet. Radwege führen rund um große Teile des Sees und bieten immer wieder fantastische Ausblicke auf das Wasser und die Alpen.
Gerade mit dem Fahrrad ist die Gegend rund um den Forggensee ein echtes Erlebnis.
Über Roßhaupten und Weizern zurück
Wir folgten unserer Route weiter über Roßhaupten und Weizern. Auch hier konnten wir noch einmal zahlreiche schöne Ausblicke auf die Allgäuer Alpen genießen.
Die Landschaft wechselte ständig zwischen Wiesen, kleinen Waldstücken, Seen und Bergpanoramen. Genau diese Mischung macht für uns den besonderen Reiz einer Radtour im Allgäu aus.
Letzte Rast auf der Alpe Kögelhof
Bevor es endgültig zurück zum Ausgangspunkt ging, stand noch eine letzte Rast auf dem Programm.
Wir erreichten die Alpe Kögelhof und legten dort noch einmal eine gemütliche Pause ein. Nach den vielen Eindrücken des Tages war dies der ideale Platz, um die Tour langsam ausklingen zu lassen.
Über Kögelweiher und Attlesee zurück nach Nesselwang
Nach der letzten Rast ging es weiter in Richtung Kögelweiher. Der kleine See liegt idyllisch in der Allgäuer Landschaft und war noch einmal ein schöner Abschnitt unserer Rückfahrt.
Von dort führte unsere Strecke weiter zum Attlesee. Auch hier konnten wir noch einmal die Ruhe und die wunderschöne Landschaft genießen.
Schließlich erreichten wir wieder unseren Ausgangspunkt am Park & Ride Nesselwang an der A7.
Eine abwechslungsreiche Tour ging damit zu Ende.
Unser Fazit
Diese Tour hatte wirklich alles zu bieten, was eine schöne E-Bike-Tour im Allgäu ausmacht:
Flüsse, Berge, Schlösser, Seen, Österreich, abwechslungsreiche Radwege und natürlich jede Menge Alpenblicke.
Besonders beeindruckend war der Abschnitt am Alpsee mit dem Blick auf Hohenschwangau und Neuschwanstein. Aber auch die Fahrt entlang der Vils, der kleine Anstieg über den Fürstenweg, Bannwaldsee und Forggensee sowie die vielen ruhigen Abschnitte rund um Roßhaupten und Nesselwang machten die Tour zu einem besonderen Erlebnis.
Und wie so oft im Allgäu gilt: Man muss nicht weit fahren, um immer wieder neue und beeindruckende Landschaften zu entdecken.
Maximale Höhe: 941 m
Minimale Höhe: 782 m
Gesamtanstieg: 751 m
Gesamtabstieg: -759 m

