Herbstliche Radtour von Giengen über Oggenhausen, Nattheim und Rotensohl zum Egelsee
Die Nachmittagssonne genießen
Die Nachmittagssonne noch einmal richtig ausgenutzt, machten wir uns auf zu einer kleinen Radtour durch die herbstliche Landschaft rund um Giengen. Bei schönem Herbstlicht und den bunten Farben der Jahreszeit ging es zunächst auf ruhigen Wegen durch den Wald in Richtung Oggenhausen.
Die Sonne ließ das herbstlich gefärbte Laub leuchten und sorgte für eine wunderbare Stimmung. Genau die richtige Gelegenheit, um noch einmal aufs Rad zu steigen, die Natur zu genießen und den Alltag hinter sich zu lassen.
Erster Zwischenstopp: Oggenhausen
Unser erster Zwischenstopp war Oggenhausen, ein Stadtteil von Heidenheim an der Brenz. Der Ort liegt auf der Hochfläche der östlichen Schwäbischen Alb und ist von Wiesen, Feldern und Wäldern umgeben. Seine ländliche Umgebung und die ruhige Lage machen Oggenhausen zu einem schönen Ausgangspunkt für Radtouren durch die Region.
Von hier aus setzten wir unsere Fahrt in Richtung Nattheim fort. Die Strecke führte uns durch eine abwechslungsreiche Landschaft, in der sich offene Flächen und bewaldete Abschnitte abwechseln.
Weiter nach Nattheim
Nattheim liegt nordöstlich von Heidenheim auf der Schwäbischen Alb. Die Gemeinde kann auf eine lange Geschichte zurückblicken und wurde bereits im Jahr 1050 urkundlich erwähnt. Die Umgebung ist geprägt von Wäldern, Wacholderheiden und den typischen Landschaftsformen des Härtsfelds.
Nach unserer Durchfahrt ging es wieder hinein in den herbstlichen Wald. Abseits stärker befahrener Straßen konnten wir die Ruhe genießen und die farbenfrohe Natur auf uns wirken lassen. Das Rascheln des Laubs und die Sonnenstrahlen zwischen den Bäumen machten diesen Abschnitt zu einem besonderen Erlebnis.
Durch den Wald nach Rotensohl – auf den Spuren der Köhler
Unser nächstes Ziel war Rotensohl, ein kleiner Ortsteil von Großkuchen auf der Hochfläche des Härtsfelds. Die Gegend ist eng mit der Geschichte der Köhlerei verbunden, einem traditionellen Handwerk, das früher für die Versorgung von Handwerk und Industrie mit Holzkohle von großer Bedeutung war.
Kurz vor der historischen Köhlerei zwischen Rotensohl und Nietheim bogen wir erneut in den Wald ein und schlugen den Weg in Richtung Egelsee ein.
Die Köhlerei ist ein besonderes Stück regionaler Handwerksgeschichte. Bei diesem alten Verfahren wird Holz unter weitgehendem Luftabschluss erhitzt, sodass Holzkohle entsteht. Sie war früher ein wichtiger Energieträger, unter anderem für die Eisenverarbeitung. Die Köhler arbeiteten mitten im Wald, denn Holz war ihr wichtigster Rohstoff.
Die traditionelle Köhlerei bei Rotensohl und Nietheim erinnert bis heute an diese längst vergangene Arbeitswelt. Sie zeigt, wie eng die Menschen früher mit dem Wald verbunden waren und wie sie seine Ressourcen nutzten.
Naturidylle am Egelsee
Weiter ging es auf ruhigen Waldwegen zum Egelsee. Eingebettet in die Natur bildet der Waldsee einen reizvollen Kontrast zu den offenen Hochflächen der Schwäbischen Alb.
Gerade im Herbst entfaltet ein solcher Ort seinen besonderen Charme: Die Bäume zeigen ihre bunten Farben, das Laub bedeckt den Waldboden und die ruhige Atmosphäre lädt dazu ein, kurz innezuhalten. Abseits der Straßen konnten wir die stille Seite unserer Heimat genießen.
Der Egelsee war ein schöner Höhepunkt unserer kleinen Nachmittagsrunde. Hier zeigte sich einmal mehr, wie reizvoll die Landschaft rund um Heidenheim und das Härtsfeld gerade in der Herbstzeit ist.
Bergab nach Itzelberg
Vom Egelsee aus führte unsere Strecke unterhalb von Ochsenberg bergab in Richtung Itzelberg. Nach den längeren Waldpassagen war die Abfahrt eine willkommene Abwechslung. Schritt für Schritt näherten wir uns wieder dem Brenztal.
In Itzelberg angekommen, wechselten wir auf den Brenzradweg, der uns auf dem letzten Abschnitt unserer Tour zurück nach Giengen führte.
Auf dem Brenzradweg zurück nach Giengen
Der Brenzradweg ist eine schöne Möglichkeit, die Landschaft entlang des Flusses zu erleben. Vorbei an Wiesen und durch das abwechslungsreiche Brenztal ging es zurück zu unserem Ausgangspunkt.
Nach den Waldwegen, den kleinen Ortschaften und dem idyllischen Egelsee bildete dieser Abschnitt einen gelungenen Abschluss unserer Tour. Wir konnten noch einmal die herbstliche Landschaft genießen, bevor wir schließlich wieder in Giengen ankamen.
Ein gelungener Herbstnachmittag auf dem Fahrrad
Hinter uns lag eine abwechslungsreiche kleine Radtour mit herbstlichen Waldwegen, interessanten Orten und einem schönen Naturerlebnis am Egelsee.
Es muss nicht immer eine lange Tagestour sein. Manchmal reichen schon ein paar Stunden auf dem Fahrrad, um neue Eindrücke zu sammeln und die Schönheit unserer Heimat neu zu entdecken.
Maximale Höhe: 633 m
Minimale Höhe: 460 m
Gesamtanstieg: 399 m
Gesamtabstieg: -405 m

