Von Giengen auf die Alb – Naturgenuss zwischen Hungerbrunnental, Lonetal und Donau-Moos
Manchmal liegen die schönsten Touren direkt vor der Haustür. Unsere heutige Rundtour führte von Giengen an der Brenz hinauf auf die Schwäbische Alb, durch idyllische Täler und vorbei an beeindruckenden Naturdenkmälern. Mit einer gemütlichen Einkehr im Gasthaus Schlössle Lindenau und einem erfrischenden Abschluss am Kneippbecken in Giengen war alles dabei, was eine gelungene Radtour ausmacht.
Der Anstieg auf die Alb
Von Giengen aus ging es zunächst über Herbrechtingen und Anhausen stetig bergauf Richtung Heldenfingen. Der Anstieg fordert zwar etwas Kondition oder die Unterstützung des E-Bikes, wird aber mit herrlichen Ausblicken über die Albhochfläche belohnt.
Durch das idyllische Hungerbrunnental
Nach Heldenfingen führte die Strecke hinab in das wunderschöne Hungerbrunnental. Dieses naturnahe Trockental gehört zu den landschaftlich reizvollsten Bereichen der östlichen Schwäbischen Alb. Besonders bekannt ist das Tal für seine Karstlandschaft, Wacholderheiden und artenreichen Wiesen. Der Name stammt von der periodisch wasserführenden Karstquelle „Hungerbrunnen“, die je nach Wasserstand nur zeitweise sprudelt – ein faszinierendes Naturphänomen.
In der ruhigen Tallandschaft genießt man die besondere Atmosphäre fernab vom Verkehr. Gerade im Frühjahr und Sommer zeigt sich das Tal von seiner schönsten Seite.
Abfahrt ins Lonetal
Über Ballendorf und Börslingen führte die Tour weiter bergab in das geschichtsträchtige Lonetal.
Das Lonetal zählt zu den bedeutendsten Urgeschichtslandschaften Europas. In den Höhlen entlang der Lone wurden einige der ältesten Kunstwerke der Menschheit entdeckt – darunter die weltberühmten Elfenbeinfiguren und Flöten aus der Eiszeit. Heute gehört das Gebiet zum UNESCO-Welterbe „Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb“. Gleichzeitig begeistert das Tal mit seiner abwechslungsreichen Natur und den gut ausgebauten Radwegen.
Ein kurzes StĂĽck folgten wir dem Lonetalradweg, bevor wir nach Langenau abbogen.
Am Nauursprung
Ein besonderes Ziel war der Nauursprung in Langenau. Hier entspringt die Nau, die als Deutschlands wasserreichste Quelle gilt. Das glasklare Wasser tritt mit beeindruckender Schüttung aus dem Karstgestein aus und speist sofort den kleinen Fluss. Der idyllisch gestaltete Quellbereich lädt zu einer kurzen Pause ein.
Durch das Donau-Moos
Vom Nauursprung ging es weiter durch das Donau-Moos in Richtung Rammingen.
Das Donau-Moos ist eine weitläufige Niederungslandschaft zwischen Alb und Donau. Feuchtwiesen, kleine Gewässer und naturbelassene Flächen bieten zahlreichen Vogel- und Pflanzenarten einen wertvollen Lebensraum. Die nahezu ebenen Wege machen das Gebiet besonders angenehm zu befahren und bieten einen schönen Kontrast zu den vorherigen Anstiegen auf der Alb.
Einkehr im Gasthaus Schlössle Lindenau
Nach den flachen Kilometern wartete noch einmal ein kurzer Anstieg nach Rammingen, bevor wir das Gasthaus Schlössle Lindenau erreichten.
Die gemütliche Gaststätte ist ein beliebter Treffpunkt für Radfahrer und Wanderer. Bei gutbürgerlicher Küche, kühlen Getränken und freundlichem Service stärkten wir uns für die letzten Kilometer unserer Rundtour.
RĂĽckfahrt durchs Lonetal
Gut gestärkt führte der Rückweg erneut durch das malerische Lonetal. Über Hürben und Hermaringen rollten wir entspannt zurück nach Giengen an der Brenz.
Bevor die Tour endete, gönnten wir uns noch einen kurzen Stopp am Kneippbecken in Giengen. Das kalte Wasser sorgte für eine willkommene Erfrischung und war der perfekte Abschluss einer abwechslungsreichen Tour.
Fazit
Diese Rundtour verbindet alles, was das Radfahren auf der östlichen Schwäbischen Alb so reizvoll macht: aussichtsreiche Albhochflächen, stille Täler, beeindruckende Karstlandschaften, kulturhistorische Highlights und gemütliche Einkehrmöglichkeiten.
Touren-Highlights:
- Aufstieg ĂĽber Herbrechtingen und Anhausen nach Heldenfingen
- Naturerlebnis im Hungerbrunnental
- UNESCO-Landschaft Lonetal
- Nauursprung in Langenau
- Fahrt durch das Donau-Moos
- Einkehr im Gasthaus Schlössle Lindenau
- Kneippbecken in Giengen als erfrischender Tourabschluss
Eine abwechslungsreiche Rundtour, die sowohl landschaftlich als auch kulinarisch ĂĽberzeugt und sich hervorragend fĂĽr einen entspannten Tagesausflug eignet.
Maximale Höhe: 594 m
Minimale Höhe: 452 m
Gesamtanstieg: 571 m
Gesamtabstieg: -570 m

