Emmentaler Radrunde – Käse, Kapellen und herrliche Alpenblicke
Sechs begeisterte E-Biker machten sich auf den Weg ins Ostallgäu, um die Emmentaler Radrunde zu erkunden. Die Tour versprach eine abwechslungsreiche Mischung aus herrlicher Allgäuer Landschaft, regionaler Käsekultur, historischen Bauwerken, kleinen Kapellen und beeindruckenden Ausblicken auf die Alpen.
Unser Start- und Zielpunkt war der P+R-Parkplatz in Nesselwang.
Start am Parkplatz P&R Nesselwang
Bei bestem Tourenwetter starteten wir unsere Runde in Nesselwang. Zunächst folgten wir der ausgeschilderten Emmentaler Radrunde in Richtung Wald.
Die Strecke führte uns durch die typische Allgäuer Landschaft: grüne Wiesen, kleine Dörfer, Bauernhöfe und immer wieder schöne Ausblicke auf die umliegenden Berge. Schon auf den ersten Kilometern wurde deutlich, dass bei dieser Tour nicht nur das Radfahren, sondern auch die Allgäuer Käsekultur eine wichtige Rolle spielt.
Unser Weg führte vorbei an der Hofkäserei Lipp, dem MVO Rückholz Käsewerk und der Walder Käsküche. Die zahlreichen Käsereien entlang der Strecke geben der Radrunde ihren besonderen Charakter.
Über Langegg mit Blick auf den Säuling
Von Wald ging es weiter in Richtung Langegg. Kurz vor der Überquerung der A7 legten wir einen kurzen Stopp ein. Von hier bot sich uns ein schöner Blick auf den markanten Säuling.
Der Säuling ist mit 2.047 Metern einer der bekanntesten Berge der Region. Der markante Gipfel liegt unmittelbar an der deutsch-österreichischen Grenze und prägt mit seiner auffälligen Form das Panorama rund um Füssen und das südliche Ostallgäu.
NatĂĽrlich durfte bei diesem Ausblick ein Fotostopp nicht fehlen.
Schloss Hopferau und St. Martin
Weiter ging es nach Hopferau. Hier machten wir Halt am Schloss Hopferau und an der St.-Martin-Kirche.
Das Schloss gehört zu den historischen Sehenswürdigkeiten der Gemeinde. Es wurde im 15. Jahrhundert von den Herren von Freyberg errichtet und später mehrfach umgebaut. Besonders interessant ist, dass der Computerpionier Konrad Zuse nach dem Zweiten Weltkrieg in Hopferau lebte und hier an seinem Rechner Z4 arbeitete.
Auch die St.-Martin-Kirche ist einen Blick wert und fĂĽgt sich harmonisch in das historische Ortsbild ein.
Nach unserem kurzen Aufenthalt setzten wir unsere Fahrt fort.
Alpenpanorama bei Hopferried
Ăśber kleine StraĂźen und Wege fĂĽhrte uns die Radrunde weiter nach Hopferried. Immer wieder konnten wir den Blick ĂĽber die weiten Wiesen auf die Alpen schweifen lassen.
Gerade diese Abschnitte machten den besonderen Reiz der Tour aus. Es ging nicht einfach nur darum, Kilometer zurückzulegen – immer wieder gab es etwas zu entdecken und schöne Stellen, an denen man gerne kurz anhielt.
Unser nächstes Ziel war Unterreuten.
Die Kapelle der Vierzehn Nothelfer
In Unterreuten schauten wir uns die Kapelle der Vierzehn Nothelfer an.
Die Verehrung der Vierzehn Nothelfer hat in Bayern und im süddeutschen Raum eine lange Tradition. Die Gruppe besteht aus 14 Heiligen, die von den Gläubigen bei unterschiedlichen Nöten und Krankheiten um Hilfe angerufen wurden.
Die kleine Kapelle ist ein schönes Beispiel für die zahlreichen sakralen Kleinode, die man entlang der Wege im Allgäu entdecken kann.
Nach einer kurzen Besichtigung ging es weiter Richtung Speiden.
Wallfahrtskirche Maria Hilf in Speiden
Ein weiterer Höhepunkt unserer Tour war die Wallfahrtskirche Maria Hilf in Speiden.
Die Wallfahrt nach Speiden hat eine lange Geschichte. Bereits im 17. Jahrhundert entstand hier eine Kapelle, nachdem eine Marienfigur gefunden und verehrt worden war. Da die Zahl der Wallfahrer schnell zunahm, wurde schon wenige Jahre später eine größere Kirche errichtet.
Die heutige Kirche beeindruckt vor allem durch ihre prächtige Ausstattung. Rokoko-Elemente, Stuckarbeiten und kunstvolle Deckenfresken machen die Wallfahrtskirche zu einem sehenswerten Zwischenstopp.
Wir nutzten die Gelegenheit, uns die Kirche in Ruhe anzuschauen, bevor wir unsere Radtour fortsetzten.
Vorbei an der Käserei Weizern
Von Speiden führte unser Weg weiter durch die Allgäuer Landschaft. Dabei kamen wir an der Käserei Weizern vorbei.
Damit begegnete uns erneut das Thema, das der gesamten Radrunde ihren Namen gibt: der Allgäuer Käse. Die Käsereien entlang der Strecke zeigen, wie eng Landwirtschaft, traditionelle Milchverarbeitung und die regionale Küche miteinander verbunden sind.
Weiter ging es zur Schwarzenbachkapelle.
Abstecher auf die Seenrunde
An der Schwarzenbachkapelle verlieĂźen wir die eigentliche Emmentaler Radrunde, um auf der Seenrunde weiterzufahren.
Unser Ziel war die Alpe Köglhof, die wir nach weiteren schönen Kilometern erreichten.
Nach den vielen Eindrücken des Tages war die Einkehr genau das Richtige. Bei einer gemütlichen Pause konnten wir uns stärken und die bisherige Tour noch einmal Revue passieren lassen.
Natürlich wurde auch ausgiebig über die Erlebnisse und die vielen schönen Eindrücke des Tages gesprochen.
Über Köglweiher und Attlesee zurück zum Parkplatz P&R Nesselwang
Nach unserer Einkehr hieß es wieder aufsitzen. Die letzten Kilometer unserer Tour führten uns zunächst am Köglweiher vorbei.
Anschließend ging es weiter zum Attlesee. Der See und die umliegende Landschaft boten noch einmal eine wunderschöne Kulisse für unsere letzten Kilometer.
Von dort war es nicht mehr weit bis nach Nesselwang und zu unserem Ausgangspunkt am P+R-Parkplatz.
Nach einer abwechslungsreichen Fahrt erreichten wir schlieĂźlich wieder unsere Fahrzeuge.
Fazit
Die Emmentaler Radrunde war fĂĽr unsere sechs E-Biker eine rundum gelungene Tour.
Die Strecke verbindet auf angenehme Weise die typische Allgäuer Landschaft mit regionaler Käsekultur, Geschichte und zahlreichen Sehenswürdigkeiten. Besonders schön war die Vielfalt der Eindrücke: Käsereien, Schloss Hopferau, historische Kirchen und Kapellen, kleine Ortschaften, weite Wiesen und immer wieder herrliche Ausblicke auf die Alpen.
Auch der Abstecher auf die Seenrunde und die Einkehr auf der Alpe Köglhof passten hervorragend in den Tourverlauf.
Dank der E-Bikes waren auch die Steigungen gut zu bewältigen, sodass genügend Zeit und Energie blieb, die Landschaft zu genießen und an den interessanten Stationen Halt zu machen.
Eine abwechslungsreiche und landschaftlich wunderschöne E-Bike-Tour, die uns allen viel Freude bereitet hat – und die wir jederzeit wieder fahren würden!
Eine Tour, bei der nicht nur die Räder Kilometer sammeln, sondern auch die Augen und der Gaumen auf ihre Kosten kommen.
Maximale Höhe: 945 m
Minimale Höhe: 790 m
Gesamtanstieg: 502 m
Gesamtabstieg: -517 m

