Die heutige Tour umfasste 108km mit 460HM
Die heutige Tour war kein Zuckerschlecken und zum Teil dachte ich, dass ich durch die größte Müllkippe Italiens radelte. Überall wilde Müllkippen, welche zum Teil auch noch abgefeuert werden. Die Menschen werfen alles einfach arglos weg, was bei mir eine ganz komische Stimmung hinterließ. Selbst die Streckenabschnitte am Meer glichen zum Teil regelrechter Geisterstädte aus vergangenen, hoch belebten Zeiten.
Nach Abbau meines Zeltes und Einnahme eines Frühstücks, welches ich mir bereits am Vortag organisiert hatte, ging es um 8:00Uhr los, immer auf den gewohnt „guten“ Straßen. Kurz nach Baia Domizia war schon Schluß mit lustig. Riesige Schilfe wurden abgehackt und einfach auf dem Fahrweg liegengelassen. Mit fahren als auch schieben war es unmöglich durchzukommen. Also wich ich auf ein Feld aus und schob mein Fahrrad parallel zum Chaos.
Anschließend ging es wieder auf eine Straße und das gewohnte Bild des Mülls nahm weiter seinen Lauf.
Nach der ehemaligen Prachtstraße am Meer von Mondragone stand ich wieder vor einem verschlossenen Tor. Die gefundene Ausweichroute möchte ich bei Dämmerung oder Nachts auch nicht in Begleitung fahren.
Alles gut überstanden ging es bei Castel Volturno ins Landesinnere. Ich wollte mich dem Stress mit Neapel nicht aussetzen und dachte ich umfahre es. Weit gefehlt, auch in den Randstädten von Neapel ist der Verkehr gnadenlos und man muss mit 1000%er Aufmerksamkeit durch die Städte radeln.
Aber auch dies konnte gemeistert werden und ich erreichte meine feste Unterkunft in Ercolano mangels adäquatem Zeltplatz.
Ich kann nur hoffen, dass die nachfolgenden Abschnitte mehr für das Auge geeignet sind.






