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Mit dem E-Bike zum Kloster Bonlanden

Heute führte uns unsere E-Bike-Tour ins Illertal und zum Kloster Bonlanden. Eine abwechslungsreiche Strecke mit Kirchen und Kapellen, historischen Klöstern, Flüssen, Wasserkraftwerken und einer wunderschönen herbstlichen Landschaft erwartete uns.

Start in Altenstadt

Los ging es zunächst über die Autobahn A7 bis zu unserem Ausgangspunkt am Park & Ride in Altenstadt.

Bei unserer Ankunft zeigte sich der Herbst zunächst von seiner eher grauen Seite. Nebel lag über der Landschaft und der Himmel war trüb. Doch schon bald konnten wir erkennen, dass sich die Sonne ihren Weg durch die Wolken bahnte.

Unsere erste Station war die Kirche St. Johann und Epimachus in Altenstadt.

St. Johann und Epimachus

Die katholische Pfarrkirche St. Johann und Epimachus ist ein prägendes Bauwerk in Altenstadt. Sie ist den beiden Heiligen Johannes und Epimachus geweiht und zeugt von der langen christlichen Tradition des Ortes.

Die Kirche gehört zu den sehenswerten historischen Gebäuden der Gemeinde und lohnt einen kurzen Abstecher, bevor man sich mit dem Fahrrad auf den Weg durch das Illertal macht.

Kaum hatten wir die Kirche besichtigt, änderte sich auch das Wetter. Der Himmel öffnete sich und die herbstliche Sonne kam heraus. Bei angenehmen Temperaturen machte das Radfahren nun gleich doppelt so viel Freude.

Vorbei an der Wallfahrtskapelle zum Heiligen Kreuz

Unsere Fahrt führte weiter durch die herbstliche Landschaft. Dabei kamen wir an der Wallfahrtskapelle zum Heiligen Kreuz vorbei.

Die Kapelle ist ein Zeugnis der regionalen Wallfahrtstradition. Solche kleinen Kapellen waren früher wichtige religiöse Orte für die Menschen der umliegenden Dörfer. Sie dienten als Ziel von Bittgängen und Wallfahrten und sind bis heute stille Orte zum Innehalten.

Nach diesem kurzen kulturellen Zwischenstopp ging es weiter Richtung Iller.

Auf dem Illerradweg zum Wasserkraftwerk Mooshausen

Kurz nach Heimertingen erreichten wir den Illerradweg. Der Weg führte uns nun immer weiter entlang der Iller in Richtung Mooshausen.

Der Abschnitt bis zum EnBW-Wasserkraftwerk Mooshausen war teilweise geschottert, aber sehr gut befahrbar. Mit unseren E-Bikes ließ sich die Strecke problemlos bewältigen.

Das Wasserkraftwerk Mooshausen gehört zur Reihe der Kraftwerke, mit denen die Wasserkraft der Iller zur Stromerzeugung genutzt wird. Die Iller hat aufgrund ihres Gefälles und ihrer Wasserführung schon seit langer Zeit eine große Bedeutung für die Energiegewinnung in der Region.

Heute verbinden sich hier Technik und Natur auf besondere Weise: Während das Wasser der Iller zur Stromerzeugung genutzt wird, verläuft unmittelbar daneben unser Radweg durch die Landschaft.

Durch das Haslachtal nach Rot an der Rot

Vom Wasserkraftwerk ging es weiter über Moosbach nach Haslach und anschließend in Richtung Rot an der Rot.

Wir folgten dabei der Haslach. Der Radweg war in diesem Abschnitt hervorragend ausgebaut und machte richtig Spaß. Immer wieder boten sich schöne Blicke auf den Bach und die umliegende Landschaft.

Die Haslach ist ein kleiner Nebenfluss der Rot und prägt das Landschaftsbild rund um Haslach. Wie viele Fließgewässer der Region hat auch sie über Jahrhunderte die Entwicklung der Orte und der Landschaft beeinflusst.

Rot an der Rot – Kloster und Geschichte

Schließlich erreichten wir Rot an der Rot. Hier stand natürlich der Besuch des ehemaligen Klosters Rot an der Rot auf unserem Programm.

Das Kloster wurde im 12. Jahrhundert als Prämonstratenserkloster gegründet und entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte zu einem bedeutenden geistlichen Zentrum der Region.

Besonders eindrucksvoll ist die barocke Klosteranlage mit ihrer prachtvollen Kirche. Die Gebäude erinnern noch heute an die große Bedeutung, die das Kloster einst für das religiöse und kulturelle Leben der Umgebung hatte.

Für uns war es ein schöner Zwischenstopp auf unserer Tour – und gleichzeitig ein Ort, an dem sich Geschichte und Landschaft wunderbar miteinander verbinden.

Entlang der Rot nach Eichenberg

Nach unserem Besuch in Rot an der Rot setzten wir unsere Fahrt fort.

Nun folgten wir der Rot flussaufwärts in Richtung Eichenberg. Wieder führte uns ein sehr guter Fahrradweg durch die Landschaft.

Die Rot ist ein rund 50 Kilometer langer Fluss im württembergischen Oberschwaben. Sie entspringt im Bereich des Rotmooses und fließt durch eine abwechslungsreiche Landschaft, bevor sie schließlich in die Donau mündet.

Der Fluss war auf diesem Abschnitt unser ständiger Begleiter. Ruhig plätschernd schlängelte sich die Rot durch die Wiesen und Wälder – genau die richtige Umgebung für eine entspannte E-Bike-Tour.

Durch die Landschaft zum Kloster Bonlanden

Bei Eichenberg verließen wir schließlich das Tal der Rot und bogen in Richtung Kloster Bonlanden ab.

Jetzt wurde es noch einmal besonders reizvoll. Die Strecke führte uns durch eine abwechslungsreiche Landschaft mit Wiesen, Feldern und kleinen Waldstücken. Die Sonne hatte inzwischen endgültig die Oberhand gewonnen und tauchte die herbstliche Umgebung in ein wunderschönes Licht.

Nach einigen Kilometern erreichten wir unser eigentliches Ziel des Tages:

Kloster Bonlanden

Das Kloster Bonlanden ist ein ehemaliges Franziskanerinnenkloster und heute ein bedeutender geistlicher und kultureller Ort in Oberschwaben.

Die Geschichte des Klosters reicht bis ins Mittelalter zurück. Über Jahrhunderte war Bonlanden ein Ort religiösen Lebens. Die Klosteranlage mit ihrer Kirche und den historischen Gebäuden vermittelt noch heute einen Eindruck von dieser langen Tradition.

Besonders schön fanden wir die ruhige Atmosphäre der Anlage. Nach den vielen Kilometern auf dem Fahrrad war dies genau der richtige Ort für eine Pause.

Kaffee und Kuchen im Klostercafé

Natürlich durfte bei einer solchen Tour auch eine gemütliche Einkehr nicht fehlen.

Im Klostercafé Bonlanden machten wir es uns bei Kaffee und Kuchen gemütlich. Nach den bisherigen Kilometern tat die Pause richtig gut.

Draußen zeigte sich inzwischen die Sonne und das Herbstwetter hätte kaum schöner sein können.

Gut gestärkt machten wir uns anschließend wieder auf den Rückweg.

Wieder entlang der Rot

Wir fuhren zunächst zurück zur Rot, der wir nun weiter folgten.

Entlang des Flusses wartete noch ein besonderes technisches Relikt auf uns: das historische Wasserkraftwerksgebäude.

Das Gebäude erinnert an die frühere Nutzung der Wasserkraft und daran, welche Bedeutung kleine und größere Wasserläufe einst für die Energieversorgung und die wirtschaftliche Entwicklung der Region hatten.

Für uns war es ein interessanter Zwischenstopp – denn auf dieser Tour konnten wir immer wieder feststellen, wie eng Natur, Technik und Geschichte miteinander verbunden sind.

Durch den Wald zum Golfplatz Reischenhof

Anschließend führte unsere Route weiter durch den Wald.

Die herbstliche Stimmung war jetzt besonders schön. Zwischen den Bäumen leuchteten die Blätter in ihren verschiedenen Farben und die tief stehende Sonne sorgte für eine angenehme Atmosphäre.

Weiter ging es vorbei am Golfplatz Reischenhof in Richtung Wain.

Nach den vielen landschaftlichen Eindrücken lag nun der letzte Teil unserer Tour vor uns.

Zurück zur Iller

Von Wain war es nicht mehr weit bis zur Iller.

Hier erreichten wir noch eine weitere interessante Stelle des Flusses – eine Wasserstufe, an der die Kraft des Wassers besonders deutlich zu erkennen war.

Die Iller ist einer der großen Flüsse Oberschwabens. Sie entsteht aus mehreren Quellflüssen in den Allgäuer Alpen und fließt über Kempten, Memmingen und das Illertal nach Norden. Bei Ulm mündet sie in die Donau.

Über Jahrhunderte war die Iller nicht nur ein wichtiger Naturraum, sondern auch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Mühlen, Sägewerke und später zahlreiche Wasserkraftwerke nutzten die Kraft des Flusses.

Für unsere Tour war die Iller heute vor allem eines: ein wunderschöner Begleiter durch die Landschaft.

Die letzten Kilometer nach Altenstadt

Von der Iller aus lagen nur noch die letzten Kilometer vor uns.

Wir fuhren durch Altenstadt zurück zu unserem Ausgangspunkt am Park & Ride.

Damit ging eine wunderschöne Herbsttour zu Ende.

Unser Fazit

Unsere heutige E-Bike-Tour zum Kloster Bonlanden war eine abwechslungsreiche Mischung aus Natur, Geschichte und Technik.

Wir besuchten Kirchen und Kapellen, erkundeten die Klöster in Rot an der Rot und Bonlanden, folgten Haslach, Rot und Iller, kamen an mehreren Wasserkraftanlagen vorbei und genossen die herbstliche Landschaft Oberschwabens.

Besonders schön war die Wetterentwicklung: Am Morgen starteten wir noch bei Nebel und trübem Himmel – doch schon kurze Zeit später setzte sich die Sonne durch und begleitete uns über weite Teile der Tour.

Gesamtstrecke: 81.03 km
Maximale Höhe: 669 m
Minimale Höhe: 517 m
Gesamtanstieg: 409 m
Gesamtabstieg: -413 m
Download file: Kloster-Bonladen.gpx

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