Lange Rundtour an der Donau – von Giengen durch das Lonetal, über die Alb und entlang der Donau

Bei bestem Radwetter starteten wir in Giengen zu einer abwechslungsreichen und langen Rundtour durch die schönsten Landschaften zwischen Schwäbischer Alb und Donau. Die Strecke führte uns durch das idyllische Lonetal, über den Albtäler Radweg, vorbei an historischen Burgen, beeindruckenden Naturdenkmälern, Quellen und Flüssen der Region und anschließend entlang der Donau. Zahlreiche Naturerlebnisse, schöne Radwege und interessante Zwischenstopps machten diese Tour zu einem besonderen Erlebnis.

Von Giengen ins Lonetal – vorbei an Güssenburg und Kaltenburg

Unsere Fahrt begann in Giengen und führte uns zunächst auf den Lonetalradweg. Bereits zu Beginn der Tour begleiteten uns beeindruckende Zeugnisse der Geschichte unserer Region.

Vorbei ging es an der Güssenburg, der ehemaligen Stammburg der Herren von Güssen. Die mittelalterliche Höhenburg wurde vermutlich im 12. Jahrhundert erbaut und liegt auf einem markanten Höhenrücken oberhalb des Brenztals. Heute sind noch Reste der einst mächtigen Burganlage erhalten. Besonders der Blick über die umliegende Landschaft macht die Ruine zu einem lohnenden Zwischenstopp.

Weiter führte unser Weg zur Kaltenburg bei Hürben. Die Ruine der mittelalterlichen Höhenburg liegt eindrucksvoll über dem Lonetal. Die im 12. Jahrhundert errichtete Burg war einst Sitz der Herren von Kaltenburg. Heute erinnern Mauerreste an die bewegte Geschichte der Anlage. Durch die Nähe zur Charlottenhöhle und zum Lonetal ist die Kaltenburg ein beliebtes Ausflugsziel und bietet einen schönen Blick über das Tal.

Das Lonetal gehört zu den schönsten Tälern der Schwäbischen Alb und beeindruckt durch seine ursprüngliche Landschaft mit Wacholderheiden, Wäldern, Felsen und zahlreichen Spuren der Erdgeschichte.

Der Lonetalradweg begleitet die Lone und verbindet die Orte entlang des Tales. Die ruhige Strecke führt durch eine abwechslungsreiche Natur- und Kulturlandschaft und ist ideal für Radfahrer, die abseits stark befahrener Straßen unterwegs sein möchten.

Wir folgten dem Lonetalradweg bis zu unserem nächsten Highlight, dem Fohlenhaus.

Das Fohlenhaus im Lonetal

Das Fohlenhaus ist eine beeindruckende Felsformation im Lonetal mit zwei markanten Höhlen, die durch die Kräfte des Wassers im Kalkstein entstanden sind. Eingebettet in einen schönen Wald bietet dieser Ort eine besondere Atmosphäre und erinnert an die eiszeitliche Vergangenheit der Region. Die Höhlen im Lonetal gehören zum UNESCO-Welterbe „Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb“.

Über den Albtäler Radweg nach Langenau

Vom Fohlenhaus ging es weiter auf dem Albtäler Radweg. Dieser verbindet einige der schönsten Täler der Schwäbischen Alb miteinander und führt durch abwechslungsreiche Landschaften mit Wäldern, Wacholderheiden, Karstgebieten und idyllischen Tälern.

Unser Weg führte uns nach Langenau, wo wir den Ursprung der Nau besuchten.

Die Nau entsteht aus mehreren Karstquellen am Rand der Schwäbischen Alb. Der etwa 21 Kilometer lange Fluss führt das klare Wasser der Alb durch eine abwechslungsreiche Landschaft und mündet schließlich in die Donau.

Von Langenau zur Donau und weiter nach Lauingen

Über den Donautäler Radweg erreichten wir Unterelchingen, den Einstieg in den bekannten Donauradweg.

Der Donauradweg zählt zu den beliebtesten Fernradwegen Europas. Er begleitet die Donau von ihrer Quelle im Schwarzwald bis zur Mündung ins Schwarze Meer und begeistert durch eine einzigartige Mischung aus Natur, Kultur und Geschichte. Entlang der Strecke wechseln sich Auenlandschaften, historische Städte und beeindruckende Ausblicke auf den Fluss ab.

Auf unserem Weg entlang der Donau kamen wir an mehreren markanten Bauwerken am Fluss vorbei.

Das Wasserkraftwerk Leipheim wurde in den 1960er-Jahren errichtet und nutzt die Kraft der Donau zur umweltfreundlichen Stromerzeugung. Neben der Energiegewinnung übernimmt die Staustufe auch wichtige Aufgaben bei der Regulierung des Wasserstandes und beim Hochwasserschutz. Heute ist sie ein markanter Punkt entlang des Donauradweges.

Weiter flussabwärts erreichten wir das Wasserkraftwerk Offingen. Auch diese Anlage nutzt die natürliche Strömung der Donau zur Erzeugung erneuerbarer Energie. Die Staustufe gehört zu den zahlreichen Wasserkraftanlagen entlang der bayerischen Donau und zeigt eindrucksvoll, wie die Kraft des Flusses nachhaltig genutzt werden kann.

Ein weiteres interessantes Bauwerk entlang unserer Strecke war die Donaustaustufe Gundelfingen. Die Staustufe dient der Regulierung des Wasserstandes der Donau und ermöglicht durch das integrierte Wasserkraftwerk die Gewinnung erneuerbarer Energie. Gleichzeitig ist sie ein wichtiger Bestandteil der Wasserwirtschaft an der Donau und verbindet technische Nutzung mit dem Schutz und der Gestaltung des Flussraumes.

Wir folgten der Donau weiter bis nach Lauingen. Unterwegs entdeckten wir die Mündungen der Flüsse Nau, Günz, Mindel und Brenz.

Die Nau ist ein typischer Karstfluss der Schwäbischen Alb. Sie entsteht aus mehreren Quellen bei Langenau und ist mit rund 21 Kilometern Länge ein kurzer, aber landschaftlich besonders reizvoller Fluss.

Die Günz entspringt im bayerischen Alpenvorland und durchfließt das Günztal. Mit etwa 55 Kilometern Länge schlängelt sie sich durch eine abwechslungsreiche Landschaft, bevor sie bei Günzburg in die Donau mündet.

Die Mindel entspringt ebenfalls im Alpenvorland und durchquert das Mindeltal. Der rund 78 Kilometer lange Fluss fließt durch Bayern und erreicht bei Gundremmingen die Donau. Auf ihrem Weg verbindet sie die Landschaften des Allgäus mit dem Donauraum.

Die Brenz entspringt am bekannten Brenztopf in Königsbronn auf der Schwäbischen Alb. Der etwa 52 Kilometer lange Karstfluss durchfließt das Brenztal, passiert Heidenheim und mündet bei Lauingen in die Donau.

Diese vier Flüsse zeigen eindrucksvoll, wie eng die Landschaften der Schwäbischen Alb und des Donauraums miteinander verbunden sind – von den Karstquellen der Alb bis zum großen Strom der Donau.

Über den Donautal & Albradweg zum 7 Kapellenradweg

Nach unserer Fahrt entlang der Donau wechselten wir in Elchingen auf den Donautal & Albradweg. Dieser verbindet die Flusslandschaft der Donau mit den Höhen und Tälern der Schwäbischen Alb und bietet unterwegs immer wieder schöne Ausblicke auf die Region.

Über Wittislingen erreichten wir den 7 Kapellenradweg. Dieser besondere Radweg verbindet sieben moderne Kapellen, die harmonisch in die Landschaft eingebettet sind. Die Kapellen laden unterwegs immer wieder zum Innehalten und Entdecken ein.

In Bachhagel machten wir Halt an der Franz-Lattke-Kapelle, einer der sieben Kapellen entlang des Radweges. Die moderne Architektur und die ruhige Lage machen diesen Ort zu einem besonderen Zwischenstopp auf unserer Tour.

Rückfahrt über den Donautäler Radweg

Die letzten Kilometer unserer Rundtour führten uns wieder über den Donautäler Radweg zurück zum Ausgangspunkt.

Nach vielen abwechslungsreichen Kilometern lagen hinter uns wunderschöne Landschaften, stille Täler, beeindruckende Flusslandschaften, historische Burgen und besondere Orte entlang der Strecke. Die Kombination aus Lonetal, Schwäbischer Alb und Donau machte diese Tour zu einer besonders vielseitigen Radreise.

Fazit

Diese lange Rundtour hat uns einmal mehr gezeigt, wie abwechslungsreich und vielfältig unsere Heimat zwischen Schwäbischer Alb und Donau ist. Die Strecke verbindet auf beeindruckende Weise Natur, Geschichte und Technik: von den ruhigen Wegen durch das Lonetal über die Burgruinen Güssenburg und Kaltenburg, das Fohlenhaus und die Karstquellen der Alb bis hin zu den großen Wasserwegen und Wasserkraftanlagen entlang der Donau.

Besonders schön war die Kombination aus verschiedenen Radwegen, die alle ihren eigenen Charakter haben. Ruhige Talabschnitte, herrliche Landschaftsausblicke, interessante Flussmündungen, historische Bauwerke und die kleinen kulturellen Höhepunkte entlang der Strecke machten die Tour zu einem abwechslungsreichen Erlebnis.

Mit den vielen Sehenswürdigkeiten, den Flüssen Nau, Günz, Mindel und Brenz sowie dem Abstecher zum 7 Kapellenradweg bietet diese Runde zahlreiche Möglichkeiten zum Entdecken und Genießen.

Eine lange Tour, die viele Kilometer in den Beinen hinterlässt, aber durch die vielen schönen Eindrücke mehr als belohnt wird. Bei bestem Radwetter war es ein perfekter Radtag – abwechslungsreich, landschaftlich reizvoll und mit vielen unvergesslichen Momenten entlang der Strecke.

Gesamtstrecke: 105.54 km
Maximale Höhe: 576 m
Minimale Höhe: 428 m
Gesamtanstieg: 416 m
Gesamtabstieg: -418 m
Download file: Ueberland-und-Fluss.gpx

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