Die Heimreise hat begonnen.
Tag 1 – 21.09
Wie aus dem Blog bekannt wird kein Zug von Caltagirone eingesetzt. Somit musste ich umplanen und meinen Aufenthalt in San Michele um einen Tag verkürzen. Gegen 08:45 Uhr ging es los und ich fuhr mit dem Fahrrad in das 73km entfernte Catania um dort meine gebuchte Unterkunft zu beziehen. Bei der Fahrt dorthin nahm ich keine Ausweichrouten in Kauf und fuhr komplett auf guten Straßen nach Catania. Die gebuchte Unterkunft wurde in der Nähe des Bahnhofs Catania Aeroporto auch gefunden, obwohl eine falsche Hausnummer in Booking hinterlegt wurde.
Tag 2 – 22.09
Ein weiterer Rückreisetag beginnt. In meiner Unterkunft alles zusammengepackt und ab zum Bahnhof Catania Aeroporto. Der Zug sollte um 07:58 Uhr starten und wird jetzt schon mit 40 Minuten Verspätung angezeigt. Es bleibt spannend ob ich meinen Anschlusszug nach Palermo bekommen werde. Mit 35 Minuten Verspätung sitze ich jetzt im Zug nach Messina Central.
Der Zug nach Palermo um 10:43 Uhr wurde gestrichen. Jetzt hoffe ich auf dem Zug um 12:27 Uhr. Warum er gestrichen wurde, obwohl ich schon vor im Stand, kann ich nicht sagen. Jetzt sitze ich wieder vor dem Zug, welcher schon am Bahnsteig 1 steht. Wieder wurde der Zug gestrichen. Dann bekamen wir einen Ersatzangebot mit Umsteigen auf Gleis2. Also alles auf Gleis2. Plötzlich die Mitteilung der Zug fährt doch. Also alles wieder zurück auf Gleis 1. Jetzt fährt der Zug und ich bin an Bord. Auf der Zugfahrt nach Palermo fallen weitere Züge aus und kurzer Hand bekommt mein Zug 6 weitere Haltestellen. Das Resultat ist 30 Minuten Verspätung.
Bin jetzt in Palermo angekommen – Gott sei Dank- nach einem kurzen ca. 3km langen Höllenritt durch die Stadt, habe ich auch die Fährterminals und mein Gate gefunden. Check-in auf die Fähre ist ab 19Uhr vorgesehen. Jetzt ein kleiner, gemütlicher Snack um die Nerven zu beruhigen.
Der Check-in auf der Fähre hat ohne Probleme geklappt und es wurde mir auch sofort ein Platz für mein Bike zugewiesen. Abfahrt ist 21Uhr und Ankunft in Neapel morgen früh um 9 Uhr. Dann geht das Abenteuer weiter.
Tag 3 – 23.09
Die Nacht in den Pullmansitzen war kalt und ungemütlich. Trotzdem konnte ich ein paar Stunden schlafen. Gerade kam die Durchsage, dass wir Neapel anscheinend schon um 06:30 Uhr erreichen. Schauen wir mal. Bis zu meiner Zugfahrt nach Bologna, sollte sie stattfinden, habe ich dann noch genügend Puffer.
Wiederum ein paar Kilometer durch Neapel gefahren nach dem Checkout der Fähre. Trotz eigentlich früher Morgenstunden ist die Hölle auf den Straßen los. Ohne Navigation hätte ich keine Chance den Bahnhof zu finden. Längere Strecken durch die Stadt würde ich nicht in Kauf nehmen. Mit voller Konzentration auf Verkehr und Navi habe ich den Bahnhof schadlos erreicht. Erst mal ein Frühstück genossen und jetzt heißt es am Bahnhof warten bis mein Zug hoffentlich fährt.
Nach endlosen Stunden des Warten am Bahnhof Napoli Central sitze ich nun in meinem Zug nach Bologna. Spannend wurde es nochmals als der Zug auf der Anzeigentafel stand, aber kein Gleis angezeigt wurde. Dies änderte sich dann aber nach weiteren 15 Minuten. Jetzt stehen gute 7 Stunden Bahnfahrt an.
Mit 10 Minuten Verspätung kam dann auch gestern Abend mein Zug in Bologna an. Noch an das Hostel gefahren, geduscht und todmüde ins Bett gefallen.
Tag 4 – 24.09
Nach einem für ein Hostel sehr gutes Frühstück ging es ab zum Bahnhof, einer meiner Lieblingsorte in den letzten Tagen. Der Zug nach München soll um 09:52Uhr in Bologna abfahren und gegen 16:30 Uhr in München einfahren. Wie sagen die Bayern: schau ma mal – dann Seng Ma scho
Nach langem Warten und schauen auf die Anzeigetafel stand dann auch das Gleis fest. Endlich ein Bediensteter, welcher auf Deutsch mit mir sprach. Fahrrad- und Sitzplatzreservierung hat geklappt und konnte somit mein Fahrrad auch befestigen. Der Zug wird von der ÖBB gestellt. Auch hier ist es nicht besser, mittlerweile haben wir schon 30 Minuten Verspätung kurz vor Innsbruck. Es bleibt spannend ob der ICE nach Ulm erreicht werden kann in München.
Der Zug nach kann nicht mehr erreicht werden. Jetzt über die DB Info nach einer Ersatzroute suchen lassen. Wenigstens jetzt in deutsch. Hänge jetzt in München fest und muss über Donauwörth nach Gundelfingen fahren.
Nach 4 Tagen bin ich jetzt zu Hause. Meine Frau hat mich liebenswerter Weise in Gundelfingen abgeholt. Zuhause angekommen eine tolle Überraschung an verschiedenen Köstlichkeiten.
Allen Danke, die meinen Blog verfolgt haben und danke an diejenigen, welche mich unter der Zeit angerufen oder auf andere Weise kontaktiert haben.
Als Fazit kann ich ziehen, dass es eine erlebnisreiche Reise war mit vielen Eindrücken. Aber alleine würde ich diese Reise nicht mehr machen, da die Abendstunden zum Teil doch recht einsam waren.
